Amazon SEO

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Amazon SEO oder genauer gesagt die Amazon Marktplatzoptimierung (MPO) beschreibt die Optimierung der Produkte für ein besseres Ranking auf den Amazon-Suchergebnisseiten.

Hintergrund

Wie auch bei einer Google-Suche, schenken Nutzer auch auf Amazon der ersten Ergebnisseite besondere Aufmerksamkeit, wenn nach einem bestimmten Produkt gesucht wird.

Daher haben Händler auf Amazon natürlich großes Interesse daran, sich in den Listings möglichst weit oben zu positionieren, um potentielle Kunden abzugreifen. Ganz nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.

Vergleich zur klassischen SEO

Bei der klassischen Suchmaschinenoptimierung werden sowohl technische, als auch inhaltliche Aspekte optimiert, um dadurch in den Rankings möglichst weit oben positioniert zu werden. Die Optimierung wird hier in On- und Off-Page Faktoren unterteilt. Google zieht über 200 Rankingfaktoren in die Entscheidung über die Positionierung mit ein, die in abweichenden Gewichtungen zum tragen kommen.

Amazon nutzt ebenfalls ein Algorithmus der darüber entscheidet welches Produkt oder welcher Händler an welcher Stelle positioniert wird. Das Produkt oder eher gesagt die Produkt-Informationen lassen sich auch hier darauf abstimmen, dass die Chance zu einem guten Ranking steigt. Die klassische On- und Off-Page Optimierung findet hier jedoch in einer anderen Art und Weise Anwendung.

Grundsätzlich ist zu verdeutlichen, dass beide Suchmaschinen unterschiedliche Nutzerintentionen in Bezug auf Produkte bedienen. Google wird universell eingesetzt und Nutzer können sich hier bereits in einer frühen Kaufphase befinden. Es wird recherchiert, Testberichte werden gelesen usw., so dass die verwendeten Keywords auch unterschiedliche Nutzerintentionen aufweisen können. Bei Amazon ist die Nutzerintention hauptsächlich transaktionsorientiert, was einfach daran liegt, dass Amazon eine reine Produktsuchmaschine ist. Das Ziel ist ganz klar der Verkauf von Produkten.

Dadurch dass unterschiedliche Intentionen bedient werden, fokussieren die Algorithmen bei der Bewertung auch andere Kennzahlen, was wiederum bei der Optimierung berücksichtigt werden muss. In diesem Kontext ist ebenfalls zu beachten, dass Google und Amazon beim tracken, ob die Nutzerintention auch wirklich bedient wurde, jeweils andere und auch zum Teil nur begrenzte Möglichkeiten haben.

Ein Beispiel dazu:

Paul sucht nach „MacBook“ über die Suchmaske von Google. Die Intention kann Google hier nicht zu 100% bestimmen. Es kann durchaus sein, dass Paul einen Vergleich anstrebt, einen Testbericht lesen möchte oder doch den direkten Kauf im Auge hat. Google liefert ihm daher entsprechende Ergebnisse, die einerseits eine transaktionsorientierte Intention bedienen und andererseits eine informationsorientierte Intention aufgreifen. Kennzahlen die daraufhin wichtig sind, sind beispielsweise die CTR, die Verweildauer oder auch die Absprungrate (Bounce Rate). So kann Google erkennen ob Paul das gefunden hat, wonach er gesucht hat. Die einzige Kennzahl die Google allerdings über die Ergebnisseite aufgreift, ist die CTR. Alle weiteren Messwerte stammen von der Zielseite.

Nun sucht Paul nach „MacBook“ über die Suchmaske von Amazon. Die Intention ist hier sofort klar, denn Amazon ist eine reine Produktsuchmaschine und der Fokus liegt hier im Verkauf von Produkten und daher ist eine Suche auch immer transaktionsorientiert. Somit liefert Amazon entsprechende Ergebnisse zum Keyword MacBook. Da Händler bei Amazon dem hauseigenen System angeschlossen sind und nach einem Klick nicht auf die Webseite des Händlers weitergeleitet wird, kann Amazon auch immer erkennen, ob das Ziel „der Verkauf“ erreicht wurde. Amazon hat nicht nur Zugriff auf die CTR, sondern auch auf Conversion Rate, Umsatz, durchschnittlicher Warenkorb usw. Daher ist eine Optimierung der organischen Rankings bei Amazon Performance orientierter.

Amazon On-Page-SEO

Im Vergleich zur On-Page Optimierung bei einer Website für die Google-Suche, lässt sich bei Amazon nur in einem festgesteckten Rahmen eine Optimierung vornehmen. Felder und Zeichenanzahl sind vorgegeben. Grundsätzlich gilt hier jedoch das selbe Prinzip wie für Google. Ausschließlich relevante Keywords auswählen, die dem Produkt entsprechen und potentiellen Kunden den Abschluss so einfach und angenehm wie möglich zu machen. Wird auf die falschen Keywords optimiert und dadurch vielleicht sogar ein gute Position erreicht, wird sich die Position nicht lange halten lassen, denn das Ziel „der Verkauf“ wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erreicht. Dadurch dass Amazon Einblick in die Performance-Faktoren hat, wird es auf kurz oder lang eine Abstrafung in den Rankings geben, wenn nur wenige Abschlüsse stattfinden.

Gibt es auch Amazon OFF-Page-SEO?

Mit Off-Page-Optimierung sind in der klassischen SEO die Maßnahmen gemeint, die das Linkprofil einer Website verbessern. Dabei spielt die Anzahl sowie die Qualität der Backlinks eine Rolle, die als Rankinfaktor gelten. Bei Amazon fließen die Backlinks nicht in den Algorithmus mit ein, doch der externe Traffic der dadurch zu Stande kommt und zu einem Abschluss führt, ist sehr wohl hilfreich für ein besseres Ranking.

2018-03-23T08:50:13+00:00