SEO für Autohäuser

Der aktuelle DAT-Report von 2018 zeigt wieder einmal auf, dass Autohäuser im Netz gefragt sind. Der Einfluss des Internets auf den Autokauf sieht folgendermaßen aus:

Wer einen Internetzugang hat, nutzt diesen für die Informationsbeschaffung – das gilt für 80% der Neuwagenkäufer und 78% der Gebrauchtwagenkäufer. Zwischen 20% und 25% aller Autokäufer haben wegen des Internets die Marke gewechselt. 15% haben ihren Neuwagen über ein Neuwagenportal erworben. (vgl. DAT-Report 2018)

Die mit großem Abstand am meisten genutzte Suchmaschine ist Google, die weltweit einen Marktanteil von rund 87 Prozent aufweist und mittlerweile zum Synonym der Internetsuche geworden ist. In den USA beläuft sich der Marktanteil von Google auf rund 77,5 Prozent, in Deutschland auf knapp 95 Prozent.

Marketing-Maßnahmen für Autohäuser sollten sich demnach verstärkt darauf konzentrieren, sich in den Suchergebnissen von Google weiter oben zu platzieren. An diesem Punkt kommt die Suchmaschinenoptimierung ins Spiel. Mit den richtigen SEO-Maßnahmen können Sie genau das erreichen und sich langfristig in den Ergebnissen positionieren. SEO sollte allerdings nicht nur die bloße Auffindbarkeit in Suchmaschinen bedeuten, vielmehr sollte es darum gehen, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden langfristig zu binden.

Nachfolgend geben wir Ihnen einen Überblick über das Thema Suchmaschinenoptimierung und gehen dabei auf spezielle Maßnahmen für Autohäuser ein.

SEO-Grundlagen

Suchmaschinenoptimierung beschreibt alle Maßnahmen, die dazu dienen, in den organischen Rankings möglichst weit oben platziert zu werden. Mit „organischen“ oder auch „natürlichen“ Rankings, sind die Ergebnisse gemeint, die die Haupt-Ergebnisse bilden und zwischen den Werbeanzeigen erscheinen.

Allgemein geht man davon aus, dass Google über 200 Rankingfaktoren in die Entscheidung mit einbezieht, welches Ergebnis an welcher Stelle positioniert ist. Einzig und allein aus dem Grund, den Nutzern das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Rankingfaktoren verändern sich aber auch, da sich einerseits das Suchverhalten der Nutzer ändert und andererseits müssen Suchmaschinen sich vor Manipulationen schützen, um selbst weiterhin genutzt zu werden. Denn wenn Suchmaschinen nicht das liefern was gesucht wird, werden sie auch nicht mehr genutzt.

Ihre SEO-Maßnahmen sollten immer mit dem Blick auf Ihre Zielgruppe durchgeführt werden, denn um die geht es letztendlich. Wenn Sie Ihre Besucher glücklich stimmen, dann gefällt das auch der Suchmaschine. Zu SEO gehören sicherlich auch technische Optimierungen, die für Ihre Besucher nicht direkt ersichtlich sind, doch am Ende geht es immer darum, Ihren Besuchern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten und die zur Verfügung gestellten Informationen umfassend aufzubereiten.

Diese Maßnahmen unterteilen sich in die On- und Off -Page Optimierung. Zur On-Page Optimierung gehören alle Maßnahmen, die sich auf der Website selbst abspielen und zur Off-Page Optimierung alles was außerhalb der eigenen Plattform realisiert wird.

SEO-Werkzeuge

Um Ihre Suchmaschinenoptimierung richtig durchführen zu können, benötigen sie entsprechende Daten, um einerseits den Ist-Zustand festzustellen und andererseits, um im weiteren Verlauf den Erfolg Ihrer Maßnahmen einschätzen zu können. Diese Daten erhalten Sie, indem Sie  auf geeignete Werkzeuge zurückgreifen.

Google selbst bietet mit der Search Console, sowie mit Google Analytics, zwei kostenlose Tools, die Ihnen dabei helfen, technische Probleme zu erkennen und das Nutzerverhalten auf Ihrer Website zu analysieren. Die beiden Tools gehören zum absoluten Pflichtprogramm für Ihre Suchmaschinenoptimierung und sollten demnach von Beginn an implementiert werden. Weiterhin bietet Google die kostenlose Plattform „Google MyBusiness“ an. Sie haben dort die Möglichkeit Ihr Unternehmensprofil zu präsentieren und mit potentiellen Kunden in Kontakt zu treten. Google nutzt Ihre Daten dann zum Beispiel auch für Google Maps. Oft haben Autohäuser unterschiedliche Standorte, die sich ebenfalls hinterlegen lassen. Die Eintragung Ihres Unternehmens auf „Google MyBusiness“  ist ein wichtiger Schritt im Bereich der lokalen Auffindbarkeit, was vor allem bei Autohäusern und Werkstätten eine große Rolle spielt. (Ein ausführlichen Bericht zum Thema Local SEO finden Sie unter folgendem Link: Local SEO)

Der Markt bietet aber auch noch weitere sehr interessante SEO-Tools, die Ihnen dabei helfen, Ihre Suchmaschinenoptimierung zielführend auszurichten. Für welches Tool Sie sich letztendlich entscheiden, ist eine Frage des Budgets und steht auch in Abhängigkeit von Ihren individuellen Bedürfnissen. In der Regel stellen die jeweiligen Anbieter Ihnen einen Test-Zeitraum zur Verfügung, so dass Sie die jeweiligen Tools kostenlos testen können, um für Sie die beste Entscheidung treffen zu können.

Zu den bekannten Tools gehören:

Sistrix
Searchmetrics
XOVI
SEObility
Ryte

Auf geht’s…

Wie bereits angesprochen unterteilen sich die SEO-Maßnahmen in On- und Off-Page Optimierung. Welche Maßnahmen welchem Bereich angehören, kann Ihnen letztendlich aber auch egal sein. Sie werden sicherlich auch noch auf weitere Kategorisierungen treffen, viel wichtiger ist jedoch die Umsetzung. Wir werden nachfolgend auf die einzelnen Maßnahmen näher eingehen und spezielle Tipps für Autohäuser mitgeben.

Keyword-Recherche – Fundament schaffen

Ein Keyword ist ein Suchbegriff, den Nutzer in die Suchmaske von Google eingeben, um an Informationen zu gelangen. In den Anfängen von Suchmaschinen war es sehr leicht „SEO“ zu betreiben, den es genügte oftmals genau diese Keywords ohne Sinn und Verstand in die Webseite zu verankern, um in den Ergebnissen weit oben platziert zu werden.
Das ist allerdings so schon lange nicht mehr möglich und auch gut so. Schlechte Webseiten, die im Endeffekt nichts zu bieten haben, werden es auch nicht mehr mit den alten Methoden nach oben schaffen. Google kann mittlerweile die Semantik, sowie die Holistik von Inhalten sehr gut bewerten (sinnhaft und umfassend).

Dennoch sind Keywords immer noch ein wichtiges Thema im Bereich der Suchmaschinenoptimierung und eine Keyword-Recherche ist sozusagen das Fundament auf dem Ihre Suchmaschinenoptimierung aufbaut.

Es gilt also herauszufinden, welche Suchbegriffe Nutzer eingeben, um an Informationen zu gelangen, die zu Ihrem Angebot passen und vor allem bei denen sich ein „abgreifen“ lohnen würde.  Lohnen im Sinne von „welche Keywords zahlen sich für Sie auch aus“, denn die unterschiedlichen Keywords lassen sich auch unterschiedlich klassifizieren. Sind es eher informative Intentionen oder doch transaktionsorientiert. Das ist sehr wichtig, denn nur wenn die jeweilige Intention klar ist, können Sie die Zielseite dementsprechend abstimmen.

Bei der Keyword-Recherche können Sie folgendermaßen vorgehen:

Brainstorming

Das Brainstorming soll Ihnen zunächst dabei helfen Ihr Unternehmen zu skizzieren, damit Sie es bei der weiteren Recherche-Arbeit einfacher haben. Sie können eigene Keyword-Ideen einbringen und diese im Anschluss überprüfen. Machen Sie sich eine Übersicht Ihrer Produkte/Leistungen. Was sind Ihre Kernkompetenzen? Welche Unterseiten hat Ihre Website und was ist der Themenfokus? Schreiben Sie alles auf und skizzieren Sie am besten eine Tabelle für jede Unterseite/Kompetenz/Leistung/Produkt/

Suchvolumen und Konkurrenz einschätzen

Jedes Keyword hat ein bestimmtes Suchvolumen und auch eine bestimmte Konkurrenz. Mit Suchvolumen ist die Häufigkeit gemeint, die ein Keyword für eine Anfrage genutzt wird. Manche Keywords haben beispielsweise ein sehr hohes Suchvolumen, aber dafür in der Regel auch eine große Konkurrenz. Das bedeutet, dass es schwer werden könnte, bei diesem Keyword auf der ersten Ergebnisseite zu landen. Es ist natürlich nichts unmöglich und hier ist auch immer eine individuelle Betrachtungsweise vonnöten, wie gut man selbst aufgestellt ist.
Interessant sind aber auch andere Keywords, die zwar ein geringeres Suchvolumen aufweisen, dafür jedoch weniger Konkurrenz besitzen. Das ist der so genannte Longtail, Suchbegriffe die sich aus mindestens zwei Wörtern zusammensetzen. Und gerade nach Autohäusern und Werkstätten wird häufig im Longtail gesucht, wie z.B. „Probefahrt Marke Stadt“ oder „Inspektion Stadt“.
Damit sie letztendlich entscheiden können welche Keywords für Sie Sinn machen und auch Ihre eigenen Ideen überprüfen können, benötigen Sie wiederum entsprechende Tools. Sie können hier den Keyword Planer von AdWords nutzen, der Ihnen allerdings erst konkrete Daten liefert, wenn Sie bereits eine Kampagne abgefeuert haben. Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass der Wert für die Konkurrenz „Wettbewerb“ sich ausschließlich auf die Anzeigenplätze bezieht und nicht auf die organischen Rankings. Mit den bereits angesprochenen Tools können Sie ebenfalls Keyword-Recherchen durchführen und ein weiteres Tool was sehr zu empfehlen ist, ist SECOCKPIT von Swiss Made Marketing. Das Tool ist nicht kostenlos, liefert Ihnen aber sehr schnell die benötigten Daten.

Auswahl der richtigen Keywords

Ihre Ergebnisse, die Sie aus der Analyse zusammengetragen haben, müssen Sie nun auswerten. Wählen Sie drei bis maximal fünf Keywords aus, die Sie für jede Unterseite verwenden möchten. Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass das Suchvolumen nicht zu niedrig ist und der Wettbewerb nicht zu hoch. Bei diesen Keywords stehen die Chancen am besten, schnellstmöglich ein gutes Ranking zu erzielen. Bedenken Sie auch, dass die Keyword-Recherche ein sich immer wiederholender Prozess ist. Nicht täglich, aber in gewissen Abständen sollten Ihre Keywords überprüft werden. Vielleicht lassen sich Keywords austauschen, neue hinzufügen etc.
Eine Erfolgskontrolle ist bei der Suchmaschinenoptimierung sowieso unabdingbar, so dass im weiteren Verlauf auch erst deutlich wird, ob Veränderungen eingeleitet werden müssen oder nicht.

Sie haben Fragen zur Keyword-Recherche? Wir helfen Ihnen gerne.

On-Page-Maßnahmen

Sie haben Ihre Keyword-Recherche beendet und diese soll jetzt natürlich auch Früchte tragen. Daher sollten die Keywords nun sinnvoll und in einem vernünftigen Maß in die Website integriert werden. Dazu zählt die Navigation aber auch die eigentlichen Inhalte der Unterseiten. Doch das ist leider nicht alles. Wie bereits angesprochen reicht es heute nicht mehr aus, einfach nur die Keywords in die Webseite zu integrieren. Es geht vielmehr um die Qualität der Informationen und dass Besucher möglichst einfach und schnell an diese Informationen gelangen.

Seitenaufbau

Besucher möchten schnellstmöglich das finden, wonach gesucht wurde und verschwenden keine Zeit. Ist das nicht der Fall, können Sie sicher sein, dass die Konkurrenz nur einen Klick weiter bereitsteht. Zusätzlich erfährt auch Google wie sich die Besucher auf Ihrer Website verhalten. Die so genannte Absprungrate (Bounce Rate) gibt Aufschluss darüber, wieviele Besucher letztendlich keine weitere Handlung vorgenommen haben, sondern die Website direkt wieder verlassen haben. Somit kann eine hohe Absprungrate ein Indikator dafür sein, dass Sie Ihren Besuchern nicht das bieten was gesucht wurde oder dass der Nutzer nicht schnell genug das gefunden hat, was er gesucht hat.

Daher ist es von großer Bedeutung den Seitenaufbau nutzerfreundlich zu gestalten und genau die Fragen zu beantworten, die den Nutzer plagen und das schnell und ohne Umwege. Es sollte zudem die Möglichkeit bestehen, sämtliche Inhalte mit zwei Klicks zu erreichen. Das ist nicht nur angenehm für die Besucher, sondern auch der Crawler (Suchmaschinen-Bot der den Index mit Informationen füllt; Mehr dazu) kann Ihre Seite so einfacher erfassen.

Navigationspunkte haben eine zentrale Bedeutung beim Seitenaufbau und dienen als Orientierungshilfe für Ihre Besucher. Daher sollten diese eindeutig und präzise benannt werden und wenn möglich sollten hier relevante Keywords eingesetzt werden, denn Suchmaschinen erkennen diese natürlich ebenso.

Beispielhafte Navigation bei Autohäusern:

(zum vergrößern anklicken)

Autohaus-Navigation

Wie Ihre Navigation letztendlich aussehen sollte steht einerseits in Abhängigkeit von Ihrem Angebot und davon, wie Nutzer danach suchen.

Inhalte

Content ist King heißt es so schön und so ist es auch. Mit hochwertigen Inhalten können Sie viel erreichen und vor allem bei Autohäusern bestehen vielfältige Möglichkeiten den Besuchern einen Mehrwert zu bieten. Sie können so viele Inhalte anbieten wie Sie möchten, Hauptsache Sie liefern Ihren Besuchern damit einen Mehrwert. Mit Inhalten sind aber auch nicht nur Texte gemeint, sondern auch Bilder und Videos lassen sich gezielt einsetzen.

Grundsätzlich gilt für Texte auf Ihrer Website:

  1. Schreiben Sie nicht länger als nötig, denn der Besucher möchte die Informationen schnellstmöglich erhalten.(Hier ist zu unterscheiden, was für ein Thema behandelt wird. Ein Artikel über ein neues Fahrzeugmodell wird sicherlich anders behandelt als die Kontakt-Seite.
  2. Strukturieren Sie Ihre Texte mit Zwischenüberschriften
  3. Bei längeren Texten bietet sich ein Inhaltsverzeichnis an.
  4. Sie sprechen mit Interessenten und nicht mit Kollegen. In der Regel ist weniger Fachwissen vorhanden und daher sollte auf die Verwendung von zu vielen Fachbegriffen verzichtet werden.
  5. Wenn möglich Bilder einbauen.
  6. Rechtschreibung berücksichtigen.
  7. Verwendung von Keyword-Synonymen (Auto – Fahrzeug).
  8. Keywords gehören in Seitentitel, Überschriften und in den Fließtext.
  9. Kein Keyword Stuffing.
  10. Umfassende und sinnhafte Texte verfassen.
  11. Vermeiden Sie doppelte Inhalte.
  12. Keine versteckten Texte! (weiße Schrift und weißer Hintergrund, das ist Quatsch!)
  13. Halten Sie Ihre Texte aktuell.

Grundsätzlich gilt für Bilder auf Ihrer Website:

  1. Verwenden Sie den Alt-Text bei Bildern und nutzen Sie bei der Beschreibung Keywords
  2. Ebenso bei dem Title-Text
  3. Achten Sie auf die Dateigröße bei Bildern. Zu große Bilder können die Ladezeit erheblich verlangsamen.
  4. Optimieren Sie die Bilder fürs Web (z.B. mit Photoshop).

Grundsätzlich gilt für Videos auf Ihrer Website:

  • Videos sollten mindestens eine Länge von 20 Sekunden aufweisen.
  • Achten Sie auf eine gute Qualität bei den Videos.
  • Auf Grund der Ladezeit sollten Videos nicht auf dem eigenen Server liegen.
  • Verwenden Sie Keywords bei der Beschreibung und beim Titel.

Grundsätzlich gilt für PDF-Dateien auf Ihrer Website:

  • Bildinformationen sollten für Suchmaschinen auch als Text eingebunden sein.
  • PDF-Dateien sollten auch mobil zugänglich sein und daher nicht zu groß sein. Bei der Komprimierung ist wiederum darauf zu achten, dass die Bilder nicht darunter leiden.
  • Nutzen Sie besser RGB-, anstelle von CMYK-Farben bei Ihren Dateien.
  • Verwenden Sie Keywords im Dateinamen.
  • Nutzen sie die Meta Informationen der PDF-Dateien.
  • Verlinken Sie auf Ihre PDF-Dateien mit möglichst relevanten Keywords als Ankertext.

Snippet-Optimierung

Jedes Ergebnis auf einer Suchergebnisseite wird in Form eines Snippets angezeigt. Dieses Snippet besteht aus einer Überschrift, einer Beschreibung und der URL, auf die der Nutzer nach einem Klick weitergeleitet wird. Das Title-Element, auch Title-Tag genannt, ist einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um die OnPage Optimierung geht. Zusammen mit der Meta-Description kann der Title einer Website zusätzlich die CTR (engl. Click-Through-Rate) eines Ergebnisses auf den Suchergebnisseiten beeinflussen.

Berücksichtigen Sie bei der Snippet-Erstellung folgende Dinge:

  • Der Text für Title und Description sollte die relevanten Keywords enthalten.
  • 50-65 Zeichen beim Title und 150 Zeichen (inkl. Leerzeichen) bei der Description sollten möglichst nicht überschritten werden.
  • Keine sinnlose Beschreibung abliefern nur um möglichst viele Keywords zu verwenden.
  • Jede Seite sollte ein individuelles Snippet erhalten.
  • Regen Sie die Nutzer an, Ihr Ergebnis anzuklicken (AIDA Prinzip).

Interne Verlinkung

Ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt ist die interne Verlinkung von Websites. Google ist ein linkbasiertes System und der Crawler hangelt sich von Link zu Link, um an Informationen zu gelangen. Daher macht es Sinn, wichtige Informationen intern zu verlinken und das nicht versteckt sondern ganz klar ersichtlich. Das ist nicht nur sinnvoll für den Crawling-Prozess, sondern natürlich auch für Ihre Besucher. Denn auch sie sollen natürlich alle Informationen erhalten und nichts übersehen.

Es gibt hier unterschiedliche Möglichkeiten, die interne Linkstruktur zu stärken. Im Footer können Sie beispielsweise nochmals auf Ihre wichtigsten Seiten verweisen. Dieser Footer ist dann in der Regel auf allen Seiten zu finden. Sehr zu empfehlen ist eine Breadcrumb-Navigation, so dass Ihre Besucher immer wissen, auf welcher Seite sie sich grad befinden. Ebenfalls können Sie passende Links auch immer in Ihren Texten verankern. Als Ankertexte sollten Sie Keywords verwenden und diese sinnvoll in Ihren Texten integrieren. Es wird vermutet, dass die so genannten Contentlinks eine große Bedeutung für Suchmaschinen bei der internen Verlinkung haben.

Ebenfalls sehr interessant für Suchmachinen sind die ausgehenden Links, also diejenigen die von Ihrer Website auf andere verweisen. Dabei ist allerdings stets zu berücksichtigen, dass diese Websites qualitativ hochwertig sind und zu Ihrem Thema passen, ansonsten würden sie sich eher negativ auswirken. Sie können beispielsweise zu Unternehmen verlinken, mi denen Sie zusammenarbeiten (Lackierereien, Fahrzeugumbauten), Sponsoring-Partner, Hersteller-Websites, etc. So teilen Sie der Suchmaschine mit, dass Sie ein wichtiger Teil dieser Infrastruktur sind. Doch übertreiben Sie es nicht. Zehn ausgehende Links pro Seite soll Ihnen als grober Richtwert dienen.

Ladezeiten optimieren

Sie kennen es sicher selbst, dass wenn Webseiten lange auf sich warten lassen, Sie einfach die Geduld verlieren und woanders die gesuchten Informationen einholen. Daher ist es enorm wichtig, dass Sie die Ladezeit Ihrer Website optimieren. Es gibt unterschiedliche Gründe warum Webseiten eine lange Ladezeit aufweisen. Bilder sind eventuell nicht optimiert, der Server antwortet nicht schnell genug, die Programmierung verhindert ein schnelles laden der Seite, etc.
Um herauszufinden wie schnell Ihre Website lädt, benötigen Sie wiederum entsprechende Tools, die Ihnen Aufschluss darüber geben, wie gut Ihre Performance ist. Ein Tool das Google selbst anbietet, ist PageSpeed Insights. Dort geben Sie die URL Ihrer Website ein und anschließend erhalten Sie konkrete Optimierungsvorschläge.

Bitte berücksichtigen Sie dabei, dass es sich hier lediglich um Vorschläge handelt und die Ladezeit nicht direkt gemessen wird. Selbst wenn Sie alle Vorschläge umsetzen, muss das nicht bedeuten, dass Ihre Website eine hervorragende Ladezeit hat.

Um konkretere Aussagen darüber zu treffen, wie groß Ihre Website ist und wie schnell diese lädt, können Sie auf das Pingdom Tool zurückgreifen. Testen Sie mehrmals und probieren Sie unterschiedliche Einstellungen z.B. wenn Sie ein Caching Plugin verwenden.

Erstellung einer Sitemap

Eine Sitemap ist eine strukturierte Darstellung Ihrer Website in einem für Suchmaschinen lesbaren Format. Als Grundlage dient hier das XML-Sitemap Protokoll und daher spricht man auch von einer XML-Sitemap. Durch die Einreichung einer Sitemap unterstützen Sie den Crawling-Prozess von Suchmaschinen, was zu einer besseren Indexierung Ihrer Website führt. Sie können sich mit dem Online Generator von von XML-Sitemaps.com kostenlos eine XML-sitemap erstellen. Die erstellte Datei „sitemap.xml“ muss in das Hauptverzeichnis (root) der eigenen Domain hochgeladen werden und auch unter der eigenen Domain abrufbar sein.

Beispiel:

https://www.beispiel.de/sitemap.xml

Ist die Sitemap online über die eigene Domain erreichbar, sollte diese anschließend in der Search Console hochgeladen werden, so dass diese dem Crawler direkt zur Verfügung steht.

Mobile First!

Mobile First heißt es vom Suchmaschinen-Riesen selbst. Und warum? Weil Nutzer verstärkt Ihre Smartphones nutzen. Von überall unterwegs wird nach Informationen gesucht und entsprechende Ergebnisse geliefert. Nutzer wünschen sich eine speziell zugeschnittene Ergebnisseite, die ihnen unter anderem zeigt was aktuell in der Nähe ist. Um hier als Autohaus im mobilen Index platziert zu sein, ist natürlich Grundvoraussetzung, dass Ihre Website für mobile Endgeräte optimiert ist. Ansonsten haben Sie keine Chance. Überprüfen Sie Ihre mobile Version schnellstmöglich.

Off-Page Optimierung

Bei der OffPage Optimierung geht es um die Reputation einer Webseite. Im Unterschied zur On-page Optimierung geht es hier nicht um Änderungen, die auf der Website selbst erfolgen. Die Reputation einer Website wird stattdessen hauptsächlich von Backlinks bestimmt. So wie Sie vielleicht auch auf andere Webseiten verlinken, schlagen sich eingehende Links wiederum positiv für Sie aus. In der Gesamtheit spricht man hier von der so genannten Linkpopularität, die mit großer Wahrscheinlichkeit in das Ranking Ihrer Website einfließt. Man geht davon aus, dass auch Signale aus sozialen Netzwerken die Linkpopularität stärken. Um Backlinks zu erhalten lassen sich spezielle Linkbuilding-Maßnahmen einleiten, die zum Ziel haben, ein möglichst großes Netz aus Empfehlungen aufzubauen. Hier ist allerdings erhöhte Vorsicht geboten. Suchmaschinen sind sehr vorsichtig geworden, was das Linkwachstum angeht, denn in der Vergangenheit sind immer wieder Manipulationen aufgetreten. Jedes unnatürliche Linkwachstum kann einer Website schaden, was den Linkaufbau zu einer sehr schwierigen Disziplin macht. Google selbst rät dazu, keine direkten Linkbuilding-Maßnahmen zu ergreifen, sondern Inhalte zu produzieren, die gerne „geteilt“ werden. Das können beispielsweise Inhalte in Blogs oder Magazinen sein.

Bei Autohäusern bieten sich vielfältige Themen an, die wiederum Backlinks erzeugen können:

  • Aktuelle Fahrzeugangebote
  • Serviceangebote
  • Neuvorstellungen
  • Umbauten/Nebauten
  • Übernahmen
  • Aktuelle Themen wie z.B. Elektromobilität
  • Events
  • Kooperationen
  • Erweiterungen

Wie viele Backlinks Ihre Website aktuell hat, können Sie beispielsweise über die Search Console in Erfahrung bringen. Wichtig bei den Backlinks ist immer, dass Sie eine thematische Nähe aufweisen, die Qualität der linkgebenden Seite vernünftig ist und welche Ankertexte genutzt werden, um zu Ihrer Website zu verlinken. Ein „Hier klicken“ wird Ihnen sehr wahrscheinlich weniger nützlich sein als ein „zum (Marke) Autohaus XXX“. Ebenfalls kann die Position des Links ausschlaggebend sein. Links im Footer sind in der Regel weniger Wert als Links die prominent platziert sind.

Gefällt Ihnen Ihr Linkprofil nicht, haben Sie auch die Möglichkeit bestimmte Backlinks unschädlich zu machen, falls Ihnen beispielsweise die linkgebende Seite nicht zusagt. Das können Sie wieder einmal über die Search Console lösen.

Fazit

Suchmaschinenoptimierung für Autohäuser ist kein Hexenwerk. Bereits mit kleineren Eingriffen können die ersten Erfolge erzielt werden. Wichtig bei SEO ist allerdings, dass laufend optimiert und kontrolliert wird. Maßnahmen auch zu hinterfragen gehört ebenso zu SEO wie die eigentliche Umsetzung der Maßnahmen. Entsprechende Daten liefern Ihnen die bereits angesprochenen SEO-Werkzeuge. Fehler werden über die Search Console ersichtlich und können so schnellstmöglich behoben werden. Google Analytics gibt Ihnen wiederum Aufschluss über das Nutzerverhalten. Daten wie Anzahl der Besucher, Seiten pro Sitzung, Absprungrate, sowie Anzahl neuer Besucher und Suchanfragen werden Ihnen kostenlos ausgespielt. Kostenpflichtige SEO-Werkzeuge können Sie ebenfalls nutzen, die Ihnen bei der On-Page Analyse, sowie bei der Keyword-Recherche behilflich sind.
Halten Sie sich immer vor Augen, dass SEO letztendlich nichts anderes bedeutet als Optimierung für Ihre Besucher/Zielgruppe. Um die geht es! Immer! Sind Ihre Besucher glücklich und finden das was gesucht wurde, gefällt das auch der Suchmaschine.

Weiterführende Links:
Local SEO
Funktion von Suchmaschinen
Crawling und Indexierung steuern

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Profitieren Sie von unserer Erfahrung im Bereich SEO und positionieren Sie sich ganz vorne in den Suchergebnissen von Google.

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2018-09-09T21:16:37+00:00

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